TASCHENTUCH PARAT: EIN KLEINES WUNDER WÜRDE REICHEN | PENNY JOELSON

 Rezensionsexemplar vom Verlag

Hallo meine Lieben. Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, haben 3 weitere tolle Bloggermädels und ich eine diesjährige Sommer Challenge für euch (und uns) veranstaltet. Unsere 6-wöchige Gück & Wunder Challenge hat mittlerweile mehr als die Halbzeit überschritten. Die Challenge haben wir aufgrund 2 neu erscheinenden Bücher aufgebaut. Eines dieser Bücher ist Ein kleines Wunder würde reichen von Penny Joelson, welches mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar zugestellt wurde. Vielen Dank dafür! Ich muss gestehen, dass mir das wunderschöne Cover des Buches in der Verlagsvorschau direkt ins Auge gesprungen war, demnach war ich sehr neugierig auf den Klappentext. Was ich dort zu lesen bekam, dass hat mir binnen Sekunden Gänsehaut am ganzen Körper verschafft.

Jemma, ein 14-jähriges Mädchen, welche sich mitten in der Pubertät befindet, ist anders. Jemma ist besonders. Anders als andere Teenies in ihrem Alter. Jemma sitzt im Rollstuhl. Sie kann sich nicht bewegen, nicht verständigen, nicht kommunizieren. Doch ihr geistiger Zustand ist einwandfrei – was viele unterschätzen.

Doch Jemma ist nicht alleine. Ihre beiden Geschwister haben ebenfalls besondere Eigenschaften, die den Alltag nicht immer einfach, aber vor allem besonders gestalten. Doch eines Tages muss Jemma etwas furchtbares mit anhören. Nein, es wird ihr gesagt. Förmlich ins Gesicht gespieen. Denn was soll schon passieren? Jemma kann es ja eh nicht weitererzählen. Und als Jemma ihre Betreuerin, ihre beste Freundin, auch noch spurlos verschwindet und das über mehrere Tage scheint Jemma ihre Welt komplett aus dem Ruder zu geraten.

Dabei wollte sie doch einfach nur leben. Leben, wie jedes andere Mädchen in ihrem Alter auch. Doch das ist für Jemma schier unmöglich. Bis sie auf ein spezielles Kommunikationssystem aufmerksam gemacht wird. Ein Kommunikationssystem, welches über die Atemwege funktioniert. Eine unterstützte Kommunikation, die Jemma binnen Minuten alles geben kann, was sie sich ihr Leben lang sehnlichst gewünscht hat.

Ein kleines Wunder würde reichen ist so ein wichtiges, besonderes, bewegendes und vor allem reales Buch. Dieses Buch sollte meiner Meinung nach in jeder Schule gelesen werden. Das Thema sollte in jeder Schulklasse intensiv behandelt werden. Menschen mit Behinderung sind genau so Menschen wie du und ich. Menschen mit Behinderung sind nicht anders, sie sind besonders. Und genau das vermittelt Penny Joelson mit diesem Buch und das finde ich große Klasse und vor allem absolut bemerkenswert und beeindruckend.

Die Autorin schafft es so detailliert und realitätsnah zu schreiben, dass ich während dem Lesen das Gefühl bekommen habe Jemma persönlich zu kennen. Ich habe mich teilweise so hilflos gefühlt, weil ich Jemma ihre Gedanken einfach nur hinausschreien wollte! Ich wollte ihr eine Stimme geben. Ihr Helfen. Ihr Leben erleichtern. Ich wollte so viel mehr für Jemma.

Penny Joelson hat es durchgehend geschafft mich an die Seiten zu fesseln, mich vollends zu berühren. Ich habe geweint, ich habe gelacht, ich habe mich gefreut, ich war am Boden zerstört, ich habe geflucht, ich habe gehofft, ich war glücklich. – Eine absolute Achterbahn der Gefühle und das bei so einem wichtigen Thema!

Es sollte vielmehr Bücher dieser Art geben. Vielmehr Protagonisten, die gesundheitliche Einschränkungen haben und genau deswegen einfach nur alles Glück der Welt verdienen. Danke Penny, für dieses besondere Buch!

 

10 Cover
9 Schreibstil
10 Inhalt
9 Protagonisten
8 Suchtfaktor
9.2

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