SOMETHING IN THE WATER | CATHERINE STEADMAN

Vor kurzem überreichte mir überraschende Buch Post vom Piper Verlag. Die Autorin Catherine Steadman war mir bisher nicht bekannt muss ich zugeben, was allen voran wohl daran liegt, das Something in the Water ihr erster Roman ist. Das Cover des Buches kann sich definitiv sehen lassen, oder? Man kann es auf dem Bild leider nicht so gut erkennen, aber der Titel hat einen schönen schimmernden Effekt, was der Optik des Buches auf jeden Fall einen dicken Pluspunkt verleiht. 

Die ersten Zeilen des ersten Kapitels hatten es so in sich, dass ich ganz begeistert und voller Spannung binnen Sekunden gefesselt war von der Story. Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass die folgenden 200-300 Seiten meine anfängliche Begeisterung sehr getrübt haben. Aber von vorne. 

Die Protagonistin Erin befindet sich mitten in den Vorbereitungen ihres ersten Dokumentarfilms, voller Euphorie, Adrenalin und Vorfreude. Für Erin beruflich gesehen eine wundervolle Zeit, was man von ihrem Verlobten Mark leider nicht behaupten kann, denn dieser befindet sich beruflich an einem totalen Wendepunkt. Während Mark versucht sich neu zu orientieren, möchte Erin nichts weiter als eine schöne Hochzeit und schöne Flitterwochen. Doch wie das Schicksal es so will kommt es natürlich anders als beide denken und mit den Flitterwochen nimmt die Achterbahnfahrt, welche sich ihr neues Leben nennt, Fahrt an. Die beiden machen während ihren Flitterwochen auf Bora Bora einen grausigen Fund und dieser stellt das Leben beider komplett auf den Kopf und bringt alles durcheinander. Parallel befindet sich Erin weiterhin mitten in den Vorbereitungen ihres Dokumentarfilmes, wofür sie 3 mutmaßliche Straftäter in einem Gefängnis interviewen darf. Ich konnte Erin und ihre Entscheidungen während der gesamten Buchlänge meistens verstehen und oft nachvollziehen, aber manche Handlungen schienen mir dann doch etwas unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen, was das ganze dann wieder ein bisschen unglaubwürdiger gemacht hat. Allerdings war ich selber natürlich noch nie in so einer Situation wie Erin und wer weiß wie man selber handeln würde, wäre man in dieser Situation. Schwierig zu beurteilen. 

Der Schreibstil von Catherine Steadman ist sehr flüssig und locker, die Geschichte wirklich authentisch. Jedes Kapitel kam mir sehr real vor, ich habe ihr die Story einfach abgekauft und war mir während dem Lesen sicher, dass es sich genau so abgespielt haben muss. Hierfür bekommt die Autorin auf jeden Fall einen großen Pluspunkt, denn das muss man schließlich auch erstmal schaffen. 

Der Grundkern dieses Dramas ist definitiv fesselnd und spannend, es gab immer wieder überraschende Wendungen und einige Situationen, in denen ich wirklich gefesselt war und das Buch nicht aus der Hand legen konnte, aber diese sind leider an einer Hand abzuzählen. Wohl eher an 3 Fingern. Versteht mich nicht falsch, die Story hat definitiv ihren Reiz und löst einen gewissen Suchtfaktor aus, eben weil man einfach immer wissen will wie es denn jetzt weitergeht, aber dafür, dass das Buch als Thriller deklariert ist – was mich übrigens wirklich überrascht hat, als ich das bei ca. der Hälfte des Buches auf dem Cover festgestellt habe – hat mir leider der Nervenkitzel und die durchgehende Spannung, was ein guter Thriller definitiv haben muss, schlichtweg gefehlt.

Zumindest zwischen dem Anfang und dem Ende. Die ersten 50-100 Seiten und die letzten 50-100 Seiten waren wirklich spannend und hatten großes Thriller Potenzial, besonders das Ende hat mich absolut überraschend getroffen und vom Hocker gehauen. Und wäre der Mittelteil der Geschichte genau so spannend und ausgeklügelt gewesen wie der Anfang und das Ende, dann hätte das Buch mit Sicherheit ein Highlight für mich werden können. Aber wie das nun mal so ist kann einem einfach nicht jedes Buch 100% in seinen Bann ziehen. Dennoch würde ich das Buch definitiv weiterempfehlen, denn wie gesagt die Story war wirklich fesselnd und es gab so einige Plot Twists, die der Story einfach ihren eigenen Charme verliehen. 

9 Cover
7 Protagonisten
8 Schreibstil
7 Inhalt
8 Suchtfaktor
7.8

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