DAS WÄRE NICHT NÖTIG GEWESEN…

Es bleibt manchmal leider nicht aus, dass unsere geliebten Vierbeiner sich mit lästigen gesundheitlichen Problemen ärgern müssen. Doch viele dieser kleinen, aber unangenehmen Problemchen / Krankheiten lassen sich vorbeugend vermeiden, wie ich aus eigener Erfahrungen weiß. Rosalie befindet sich mittlerweile seit August 2018 in meiner Obhut, sie ist ein Teil meines Lebens und spielt hierin eine große, wichtige Rolle. 

Ich versuche tagtäglich die besten Entscheidungen für meine Rosalie zu treffen. Leider hatte unsere Maus die letzten Monate auch mit einigen Wehwehchen zu kämpfen, manche hartnäckiger als andere. Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich mir im Nachhinein betrachtet sehr sicher bin, dass ich für alle dieser Wehwehchen zumindest zum Teil schuldig bin. Danach ist man immer schlauer… Auch wenn ich mich sehr viel und sehr intensiv mit dem Thema Hund und der Rasse Französische Bulldogge beschäftigt habe und auch noch heute beschäftige, so blieb es leider nicht aus, dass auch wir mit blöden Aua’s zu kämpfen hatten. 

Rosalie hatte in den letzten Monaten mit Spulwürmern, einer Blasenentzündung und fiesen Giardien zu kämpfen. Doch fangen wir von vorne an: Anfangs hat Rosalie draußen binnen Sekunden alles schnabuliert was sie gefunden hat, sie war wie ein Müllschlucker und das hat mich teilweise echt zur absoluten Verzweiflung getrieben, denn egal was ich versucht, getan und gemacht habe, Rosalie hat einfach nicht aufgehört ständig irgendeinen Scheiß zu fressen, den sie natürlich überhaupt nicht fressen soll! Und dass das gefährlich werden kann ist wohl ganz klar. Natürlich haben ich und mein Freund Rosalie, sobald wir gemerkt haben, dass sie ihre Nase wieder irgendwo reinhängt, davon abgehalten, es unterbunden und im schlimmsten Fall den vermeintlichen Snack aus dem Mund geholt – was zum Glück meist problemlos ging. Sie dachte sie kann uns austricksen, indem sie die Leckereien in ihren äußerst geräumigen Backentaschen versteckt aber haha, nicht mit uns junge Dame! Durch intensives und konsequentes Training ist die Snackerei draußen mittlerweile viel besser geworden und ich hoffe, dass wir es schaffen, dass Rosalie es irgendwann ganz sein lässt. 

Durch das gesnacke im Freien hat Rosalie sich leider Spulwürmer eingefangen – eine echt fiese & vor allen Dingen ekelige Sache.. Diese haben sich durch Durchfall. Brechreiz und Magenkrämpfe bemerkbar gemacht. Sie konnten zum Glück gut behandelt werden und waren auch schnell wieder verschwunden, aber spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar: Draußen wird absolut gar nichts mehr gefressen! 

Kurze Zeit später hat Rosalie plötzlich wieder angefangen sich in der Wohnung zu erleichtern, obwohl sie eigentlich zu diesem Zeitpunkt schon seit mehreren Wochen stubenrein war. Die Pfützchen waren zwar winzig, aber plötzlich wurden es über den Tag verteilt immer mehr. Auch wenn wir draußen unsere üblichen Runden gelaufen sind konnte ich vermehrte Pfützchen feststellen. Und dann fing sie nachts plötzlich an immer wach zu werden und zum Wassernapf zu rennen, was sie sonst nie macht, eigentlich schläft sie nachts immer durch. Der Verdacht auf eine Blasenentzündung lag in der Luft.. Leider hatte sich dies auch bestätigt. Vermutlich ausgelöst durch eine kalt gewordene Blase. (War natürlich in den Wintermonaten) Obwohl wir Rosalie bei unter 5 Grad Außentemperatur immer einen Pulli anziehen und wir extra eine Regenjacke für schlechtes Wetter haben, so muss ich an dieser Stelle ehrlich gestehen, dass ich sie nicht oft mit einem Handtuch abgetrocknet habe, bei regnerischem Wetter, weil ich dachte die Jacke würde ausreichen. – Falsch gedacht! Heute bin ich schlauer und weiß, dass ich die Maus immer abtrocknen muss, wenn es regnet oder geregnet hat, auch wenn sie eine Jacke anhatte. Wie sagt man so gern:

Aus Fehlern lernt man. 

Auch ich bin natürlich weiß Gott nicht perfekt, wie man jetzt merkt, ich versuche immer mein Bestes zu geben und alles richtig zu machen, aber manchmal sind es einfach die Kleinigkeiten, die man nicht bedenkt.. Umso dankbarer bin ich dann aus diesen kleinen, aber gravierenden Fehlern lernen zu können. 

Würmer und Blasenentzündung also gut überstanden und abgehakt dachte ich, jetzt kommt bestimmt endlich mal Ruhe in die Bude. Nix war… Eines Tages kam ich nach Hause und wollte, wie sonst auch, mit Rosalie Gassi gehen, als ich im Flur Blutstropfen vorfand. Ohoh, die Maus kriegt ihre Tage. War natürlich das erste was ich dachte, wäre ja absolut in Ordnung gewesen und hätte von der Zeit her auch gepasst. Aber das war es nicht.. Wir wissen bis heute nicht wie Rosalie das geschafft hat, da sie nur 3 Räume zur Verfügung hat, wenn sie alleine ist und in allen 3 dieser Räume sind keinerlei Gefahren oder sonstiges die dafür hätten verantwortlich sein können. Jedenfalls hat Rosalie es irgendwie geschafft sich beide Wolfskrallen einzureißen. Bzw. war eine komplett in die Haut eingerissen und hat geblutet und die andere war in der Mitte durchgebrochen.. Und zwei Tage vorher hatte ich noch zu meinem Freund gesagt, dass wir die Krallen bestimmt bald mal stutzen lassen sollten, weil sie langsam doch recht lang sind und Rosalie sich die beim laufen leider nicht von alleine abläuft… Ich hab die Maus dann natürlich geschnappt und bin sofort mit ihr zum Tierarzt. Die Krallen mussten dann leider Gottes gezogen werden, weil sie sonst nur noch Schmerzen gehabt hätte.. Anschließend hieß es Creme, Verband & Söckchen drauf für wenigstens 12-24h damit die Wunden sich beruhigen können. Gesagt, getan! Dann haben wir die Wunden noch 2-3 Tage ausgespült und sauber gehalten und den Rest hat Rosalie dann übernommen. Mittlerweile sind die Wolfskrallen wieder gut nachgewachsen, ja das tun sie! Denn die sind wie Finger- oder Zehennnägel bei uns Menschen. Rosalie ihre Wolfskrallen haben aktuell eine zuckersüße mini kurze Länge und ich wünschte sie würden so bleiben.. In der Regel kann es schon mal passieren, dass vor allem Junghunde sich die Wolfskrallen einreißen, doch das passiert eigentlich draußen beim Rennen oder Spielen. Deswegen ist es uns und auch unserer Tierärztin wirklich bis heute ein Rätsel wie die Maus das geschafft hat.. 

Tja, das war wohl ein Satz mit X…

Rosalie hat plötzlich angefangen ihr Futter nicht mehr zu fressen. Sie hatte furchtbaren Stuhlgang und sie war vom Charakter her auch ganz komisch drauf. Wir also nachdem es nach einigen Tagen überhaupt nicht besser wurde eine Stuhlprobe beim TA abgegeben und dann kam das wundervolle Ergebnis: Giardien. Das darf doch wohl nicht wahr sein, dachte ich mir… Giardien sind der zweithäufigsten Magen.Darm-Parasiten bei Hunden. Während nur 10 % der erwachsenen Hunde Giardien
im Darm aufweisen, sind Junghunde bis zu 70 % Träger dieser Parasiten.. Junghunde sind auch einfach deutlich neugieriger und stecken ihre Nase ständig überall rein. 

An dieser Stelle müsst ihr wissen was Rosalie zu diesem Zeitpunkt so gut wie gar nichts mehr draußen gefressen hat, außer Gras. Denn Gras ist ja allgemein gesund, auch für Hunde. Und Gras reinigt den Magen bei Verdauungsproblemen und sowieso kann Gras ja wohl nicht schaden, mhm.. denkste. Die Giardien hat Rosalie sich sehr wahrscheinlich beim Gras fressen eingefangen. Normalerweise befinden sich diese Erreger entweder in Wasserpfützen. Erleichtert sich Hund X, der bereits die Parasiten im Darm hat, nun also auf dem Gras, dass dein Hund dann frisst, hat dieser sich sehr schnell mit Giardien infiziert.. Wunderbar. 

Und ich sags euch, mit diesen Mistviehchern ist echt nicht zu spaßen! Es kann wochenlang dauern, bis der Hund diese wieder los ist.. Außerdem ist die Behandlung sowohl für den Hund als auch für den Besitzer super aufwendig, denn es muss absolut ALLES gewaschen & gespült werden, da sich überall die Erreger eingenistet haben könnten. Das heißt sämtliche Spielzeuge, Kissen, Decken, Näpfe, Geschirre, Hundekleidung, Kauartikel und alles womit der Hund regelmäßig in Berührung ist/war muss gereinigt werden. Da Rosalie bei uns auf die Couch und ins Bett darf haben wir hier vorsichtshalber extra einen Dampfreiniger organisiert und alles – Teppich inklusive – gereinigt. Das war ein Akt sage ich euch.. Himmelherrje. Aber was macht man nicht alles. Giardien sind übrigens auch auf Menschen übertragbar, also Vorsicht ist geboten! Intensive Kuscheleinheiten sollten während der Infizierung vermieden werden. 

Tatsächlich war es nun so, dass Rosalie wochenlang mit dem Viechern zu kämpfen hatte. Was sich bei ihr anhand ihres Stuhlgangs und dem dadurch ausgelösten Gewichtsverlust bemerkbar gemacht hat. Wir haben ihr nun einige Zeit Schonkost gefüttert, weil sie ihr Futter auch einfach nicht mehr fressen wollte, vielleicht lag es zu schwer im Magen oder es gab sonstige Gründe, die wir nie erfahren werden. Die Schonkost hat sie jedenfalls – Gott sei Dank – hervorragend vertragen und mittlerweile ist ihr Stuhlgang wieder 1A und wir stellen nun auf Nassfutter um, was wir sowieso vor hatten und während dem Giardien Befall bereits versucht hatten, das hatte sich allerdings als nicht sehr sinnvoll erachtet.. Da es der Maus jetzt aber wieder 100% gut zu gehen scheint ist nun der perfekte Zeitpunkt für eine Futterumstellung. 

Ihr merkt schon, langweilig wirds hier definitiv nicht. Es ist tatsächlich oft so, dass Welpen & Junghunde (bis 1 – 1,5 Jahre) öfters WehWehchen haben. Wofür es auch eine ganz simple Erklärung gibt: Das Immunsystem ist einfach noch nicht so ausgereift und stark wie das eines ausgewachsenen Hundes. Macht ja auch absolut Sinn.. Nachdem Rosalie nun fast schon 1 Jahr ist – Wahnsinn wie die Zeit vergeht – hoffe ich aber wirklich, dass nun gesundheitlich endlich alles in Ordnung ist und Ruhe einkehrt. 

Ich warte nun (immer noch) darauf, dass Rosalie endlich mal läufig wird.. Es wäre ja langsam an der Zeit, denn die meisten Bullys sind eigentlich eher frühreif und bekommen ab 7 Monaten ihre erste Hitze. Doch jeder Hund ist natürlich anders und wenn es bei Rosalie erst später eintrifft, dann ist das eben so. Aber auch zu dem Thema 1. Läufigkeit gibt es natürlich 1000 verschiedene Ansichten & Meinungen. Oft ist es wohl auch so, dass die erste sogenannte Hitze der Hündin relativ unscheinbar von statten geht und sich kaum bemerkbar macht, also wer weiß, vielleicht hatte Rosalie auch schon ihr Tage und wir haben es gar nicht mitgekriegt.. Abwarten ist gefragt. 

2 Comments

  • Sehr interessant! Auch wenn ich (noch) keinen Hund habe, ist das wirklich gut zu wissen. Mich würde noch interessieren wie ihr mit Rassekrankheiten umgeht. Ich finde Frenchies nämlich total toll, mir wurde aber wegen der vielen vererbten/angezüchteten Krankheiten vehement davon abgeraten..

    • Hallo Sarah,
      vorab möchte ich, wie ich bereits schon öfters erwähnt habe, sagen, dass man sich egal welchen Hund welcher Rasse man sich anschaffen möchte, intensive Recherche das A und O ist.
      Heutzutage gibt es so viele Rassen die einfach überzüchtet sind, muss man ehrlich so sagen. Das muss nichts negatives sein! Das sei gewiss. Aber es bringt des öfteren eben so
      seine WehWehchen mit und diese hat mittlerweile wirklich so gut wie jede Rasse. Egal ob es die Plattnasen mit Atmenbeschwerden sind, die Schäferhunde mit Hüftprobleme,
      Deutsche Doggen mit Herzproblemen, Australien Shephards mit Magenproblemen, jede Rasse hat irgendwas. Jede Rasse ist anders, jeder Hund ist anders. Es muss also nicht heißen,
      das wenn man sich einen Hund, Rasse egal, zulegt er von den typischen Rasseproblemen betroffen sein MUSS. Aber man sollte sich eben deutlich bewusst sein, dass es den Hund
      betreffen KANN. Deswegen ist Recherche wirklich das A und O.

      Wir haben, als die Wahrscheinlichkeit dann ziemlich hoch wahr, dass wir Rosalie – Französische Bulldogge – nehmen werden, tagelang recherchiert, Videos geschaut, in Foren gelesen,
      mit anderen Besitzen gesprochen, uns über die Rasse typischen Krankheiten informiert, den Charakter dieser Hunde genauer kennen gelernt, etc. pp und das sollte man wirklich bei jeder
      Hunderasse vorab machen. Einfach damit man Bescheid weiß. Damit man dem Hund ein möglichst bestes Zuhause und Umfeld bieten kann.

      Bei Bullys ist es zum Beispiel ganz wichtig, dass man bei dem Kauf / der Anschaffung des Tieres darauf achtet, dass sie Nase schön weit draußen ist und nicht ins Gesicht gedrückt ist,
      damit der Hund atmen und bestenfalls überhaupt keine Atemprobleme hat. Außerdem sind die Ohren wichtig, diese sollten nicht unnatürlich groß sein, weil es sonst des öfteren zu
      Entzündungen in den Ohren kommen kann. Außerdem ist es wichtig einen Blick auf die Hüfte zu werfen – läuft der Hund normal, sind die Hüften gleichmäßig, etc. Das sind alles so
      Faktoren, die man vorab erlernen / beachten sollte. Also du merkt schon Recherche ist wirklich das A und O, gerade wenn es eben eine überzüchtete Rasse ist.

      Wir haben bisher keine angezüchteten oder vererbten Krankheiten bei Rosalie feststellen können. Wir haben uns bei dem Kauf aber auch den Stammbaum mitgeben lassen, haben
      die Eltern von Rosalie gesehen & kennen gelernt, uns ausgiebig mit dem Züchter unterhalten, etc. in der Hoffnung dies vorab ausschließen zu können.

      Das einzige Problem, welches Rosalie aktuell immer wieder hat, ist das sie draußen irgendwas auffrisst oder abschleckt und deswegen Durchfall bekommt oder sich gar Würmer einfängt.
      Das kann zum Glück schnell behoben werden, ist für den Hund aber natürlich trotzdem nicht schön. Hier müssen wir einfach konsequent am Ball bleiben, in der Hoffnung, dass wir
      Rosalie das aufschlecken und inhalieren von irgendwelchen Krümeln draußen abgewöhnt bekommen. Das ist nämlich zum Beispiel ein typisches Bully Problem.

      Zum Abschluss kann ich sagen: Kein Hund ist von Natur aus perfekt, kein Mensch ebenso. Jeder hat so seine WehWehchen die man beachten, auf die man mehr wert legen muss.
      Und wenn man sich ausgiebig damit beschäftigt dann ist das auch gar kein Problem. Ich persönlich liebe die Rasse Französische Bulldogge über alles, weil das so herzensgute,
      charakterstarke und menschen bezogene Tiere sind. Ich würde mir jederzeit wieder – ohne noch eine hihi – zulegen.

      Liebe Grüße,
      Alina

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