REZENSION: FAY | LARRY BROWN

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Hallo ihr Lieben. Bereits im Sommer vergangenes Jahr hatte mich Padi von Padilovesbooks in einem ihrer Videos mit dem Buch Fay von Larry Brown angefixt. Sie hatte in einem Video so ausgiebig über das Buch geredet, dass ich einfach neugierig wurde und es auch lesen wollte. Freundlicherweise wurde mir das Buch dann vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt – vielen lieben Dank dafür! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis jetzt einfach nicht dazu gekommen bin das Buch zu lesen. Ich hatte zwischenzeitlich auch leider einfach die Interesse an dem Buch verloren gehabt. Anlässlich meines diesjährigen Sub-Abbau-Vorhabens habe ich mir das Buch dann aber Anfang Februar zur Hand genommen, in Abschnitte eingeteilt und beschlossen es diesen Monat endlich zu lesen! Denn es wurde nun wirklich höchste Zeit. Das ganze hat sich nun bis Anfang April rausgezögert, weil ich zwischendrin wieder einige andere Bücher gelesen hatte.

Meine Meinung 

Ich muss sagen ich bin mit gar keiner Erwartung an dieses Buch ran gegangen. Klar, es ist im Heyne Hardcore Verlag erschienen, weswegen ich damit gerechnet habe, dass einige Szene vermutlich sehr brutal werden könnten, aber ansonsten war ich wirklich total unvoreingenommen von diesem Buch. Was sich hinter Fay ihrer Geschichte tatsächlich verbirgt, das hat mich allerdings wirklich berührt.

Also, mein Daddy ist ein Säufer, meine Mama ist total verrückt, sie wohnen in einer morschen Hurre im Wald, und der Fußboden ist so dreckig, dass man nicht barfuss drübergehen will. Und drinnen muss man vorsichtig sein, weil die Wespen überall ihre Nester bauen. Sonst noch was?“ 

Fay wächst in der Nähe eines kleinen Städtchens auf. Ihre Eltern sind der Meinung, dass es sinnvoller ist Fay mit 6 Jahren arbeiten und Geld zum Familienleben beisteuern zu lassen, anstatt die Schule zu besuchen, eine normale Kindheit zu haben und Regeln und Allgemeinbildung zu lernen. Demnach hat Fay, als sie mit ihren 17 Jahren entschließt von Zuhause Reißaus zu nehmen, absolut keinen Plan, geschweige denn eine Ahnung, vom Leben. Sie weiß nur, dass sie ein anderes Leben, ein besseres Leben möchte, als das, welches sie bisher führen musste. Auf ihrem Weg erlebt sie einige schöne, aber auch schmerzhafte und gefährliche Momente. Denn Fay hat aufgrund ihres Bildungsmangels keine Ahnung von Gesetzen, Regeln, Anstand oder irgendwas dergleichen. Alles was für unsereins normal ist, ist für Fay total fremd, ungewohnt und stellenweise unlogisch.

Fay’s Reiseziel, nachdem sie von Zuhause weggelaufen ist, ist von Anfang an die Küstenstadt Biloxi in dem Bundesstaat Mississippi. Diesen Ort am Meer, umgeben von Sandstrand, Menschen, Restaurants, Bars und allgemeinen Trouble stellt sich Fay so aufregend und spannend vor. Leider muss die 17-jährige Fay auf ihrer Reise einige schwierige Hürden in Kauf nehmen. Angefangen mit einem ungeplanten Mord über Intrigen, illegalen Machenschaften, bis hin zu einer ungewollten Schwangerschaft. Sie lernt Männer kennen, die es sehr schlecht mit ihr meinen, aber sie lernt auch Männer kennen, die nur ihr bestes wollen. Männer, die alles für sie tun würden. Und genau das machen sie auch.. Wobei „alles“ in diesem Sinne nicht unbedingt positiv gemeint ist..Das Buch ist mit seinen 656 Seiten wirklich ein Schinken, aber es war keinesfalls langatmig oder langweilig. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil ich Fay ihre Reise sehr bewegend gefunden habe. Vor allem, weil ich permanent den Gedanken im Hinterkopf hatte, dass es manchen jungen Frauen wirklich genau so ergeht. Das diese im realen Leben wirklich solche Dinge erleben und solche Hürden meistern müssen. Larry Brown sein Schreibstil ist sehr fesselnd und auch wenn nicht jedes Kapitel super dramatisch oder spannend ist, ist es dennoch durchgehend so fesselnd, dass man weiterlesen muss.

Vor allem zum Ende hin gab es so spannende Momente, doch leider ist das Ende total offen.. Ich weiß jetzt überhaupt nicht was Sache ist, die Geschichte ist nicht mal annähernd abgeschlossen und sowas kann ich leider überhaupt nicht leiden.. Ich mag das einfach nicht, wenn Bücher offen enden..

Warum Fay im Heyne Hardcore Verlag erschienen ist, kann ich allerdings nicht wirklich nachvollziehen. Es geschehen zwar die einen oder anderen brutalen, blutigen Dinge, aber unter „Hardcore“ verstehe ich persönlich etwas anderes. Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte an sich wirklich lesenswert.

5 Cover
7 Inhalt
6 Schreibstil
7 Protagonisten
6.3

2 Comments

  • Hallo Alina ♥
    Danke für diese Vorstellung! Ich werde mir das Buch mal notieren, es klingt wirklich super interessant. Auf dieses Genre muss ich aber wirklich Lust haben, weshalb ich mir noch nicht sicher bin ob und wann ich dieses Buch lesen werde.
    Mal sehen 🙂

    Ganz liebe Grüße ♥
    Kiddo

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